Pressespiegel (2002)
Bürgerinnen und Bürger
gegen das Luftkreuz
auf Stadtflughäfen
Datum: 15.12.2002

Presseerklärung

Zum Ruhnau-Vorschlag Tegel auszubauen, Anwohner umzusiedeln und auf Schönefeld zu verzichten erklärt die BI gegen das Luftkreuz:

Nach fast 15 Jahren Auseinandersetzung um den Flughafen Tegel ist man bei der BI gegen Luftkreuz ja einiges gewöhnt. Zum Vorschlag des ehemaligen Chefs der Lufthansa - Karl-Heinz Ruhnau, auf den Ausbau von Schönefeld zu verzichten, stattdessen Tegel zu erweitern und Häuser in den Einflugschneisen im Berliner Norden abzureißen, erklärte Johannes Hauenstein, der Sprecher der BI: " Ruhnau erklimmt mit seinem Vorschlag den absoluten Zenit der unsinnigen Ideen zur Flughafenplanung der Hauptstadt und qualifiziert sich damit als Dauergast für die Blödelshow von Stefan Raab."
Die Medien der Hauptstadt werden genau prüfen müssen, ob sie Herrn Ruhnau als neuer Speerspitze der Schönefeldgegner eine entsprechende Plattform für diesen Unfug bieten können und wollen.
Auch wer die Standortentscheidung mit derart albernen Ideen der Lächerlichkeit preisgeben will, schadet dem Wirtschaftsstandort Berlin und vor allem der Stadtentwicklung im Berliner Norden.
In den Bezirken Spandau, Mitte-Wedding, Pankow und Reinickendorf sind auf einer Fläche von 70 Quadratkilometern ca. 390 000 Menschen von Fluglärm und Absturzrisiko betroffen.

Will Herr Ruhnau ernsthaft fast 10 Prozent der Berliner Fläche in eine unbewohnbare Mondlandschaft verwandeln?

Und warum sollte der Ausbau von Tegel rechtlich und politisch durchsetzbar sein, wenn der Ausbau von Schönefeld mit lediglich 30.000 Menschen in den Einflugschneisen angeblich schon nicht durchsetzbar ist?

Johannes Hauenstein